Wahl
Mexiko: Parlaments- und Präsidentschaftswahlen 2024
June 2, 2024
Claudia Sheinbaum gewann die Präsidentschaftswahl am 2. Juni 2024 mit 59,76 % der abgegebenen Stimmen — als erste Frau zur Präsidentin von Mexiko gewählt —, während Morena und seine Verbündeten auch deutliche Mehrheiten im Kongress errangen; Xóchitl Gálvez räumte am Morgen nach einem kurzen Anruf in der Wahlnacht ein, um die Auszählung zu verfolgen. Der Wahlzyklus war der gewalttätigste in der Geschichte Mexikos: ACLED dokumentierte während des bundesweiten Wahlkampfs mehr als 330 Angriffe auf politische Akteure, konzentriert auf lokale Rennen, während die vom INE durchgeführte Präsidentschaftsauszählung selbst keine substantiierte Betrugsvorwürfe hervorrief.
Offizielle Ergebnisse
Prozentsätze der insgesamt abgegebenen Stimmen, wie vom INE veröffentlicht.
- Claudia Sheinbaum (Morena–PT–PVEM)59,8%35.924.519
Erste Frau, die zur Präsidentin von Mexiko gewählt wurde
- Xóchitl Gálvez (PAN–PRI–PRD)27,5%16.502.697
- Jorge Álvarez Máynez (Citizens' Movement)10,3%6.204.710
Das Integritätsregister
Was die Beweislage belegt und was nicht — nebeneinander, jede Feststellung mit Quelle und Einstufung.
Was belegt ist
- Verstöße gegen das VerfahrenKorroboriert
Der Wahlkampf war der gewalttätigste in der Geschichte Mexikos: ACLED dokumentierte zwischen dem 1. März und dem 2. Juni 2024 mehr als 330 gewaltsame Vorfälle gegen politische Akteure, mindestens 95 davon tödlich, und mindestens 553 Kandidatinnen und Kandidaten beantragten staatlichen Schutz; mehr als 80 % der gegen Kandidatinnen und Kandidaten gerichteten Vorfälle betrafen lokale Rennen und waren weitgehend durch Konkurrenz zwischen organisierter Kriminalität und lokale Machtkämpfe getrieben.
Quellen:1
Was nicht belegt ist
- ErgebnisfälschungWiderlegt
Keine substantiierte Fälschungsbehauptung: Gálvez forderte ihre Unterstützer in der Wahlnacht kurz auf, die Ergebnisse nicht 'verstecken' zu lassen, räumte dann jedoch am folgenden Morgen ein. Die Ergebnisse wurden durch Handzählungen an rund 150.000 Wahllokalen unter Anwesenheit von Parteivertretern erstellt, in öffentlichen Distriktsitzungen im Einklang mit der Schnellzählung zusammengezählt, und der Abstand von rund 32 Prozentpunkten ließ keinen plausiblen Ansatzpunkt für Betrugsvorwürfe.
Prozessbewertung
Keine Beobachtungsmission von ODIHR oder der EU begleitete die Wahl in Mexiko 2024; die vom INE durchgeführte Auszählung mit Parteivertretung war zwischen der Schnellzählung und den endgültigen Distriktzusammenzählungen konsistent. Das dokumentierte Integritätsproblem dieses Wahlzyklus ist kriminelle Gewalt rund um den Wahlkampf und nicht eine Manipulation der Präsidentschaftsauszählung.