Wahl
Rumänien 2025 Wiederholte Präsidentschaftswahl
May 4, 2025 – May 18, 2025
Rumänien wiederholte seine Präsidentschaftswahl, nachdem das Verfassungsgericht die erste Runde vom November 2024 annulliert hatte. George Simion führte die neue erste Runde mit 40,96 % an, doch der unabhängige Nicușor Dan gewann die Stichwahl mit 53,60 %. ODIHR stellte fest, dass die Wahl effizient organisiert und wettbewerbsorientiert war, identifizierte jedoch eine fragmentierte Online-Überwachung, weitverbreitetes unechtes Verhalten und rechtliche Bedenken hinsichtlich der Wählbarkeit von Kandidaten. Das Gericht wies Simions Beschwerde nach der Wahl wegen ausländischer Einflussnahme als unbegründet zurück.
Offizielle Ergebnisse
Runde 1
- George Simion41%3.862.761
- Nicușor Dan21%1.979.767
- Crin Antonescu20,1%1.892.930
- Victor Ponta13%1.230.163
- Elena Lasconi2,7%252.721
Runde 2
- Nicușor Dan53,6%6.168.642
- George Simion46,4%5.339.053
Das Integritätsregister
Was die Beweislage belegt und was nicht — nebeneinander, jede Feststellung mit Quelle und Einstufung.
Was belegt ist
- InformationsoperationenBestätigt
ODIHR dokumentierte den weitverbreiteten Einsatz unechten Online-Verhaltens durch Kandidaten und eine fragmentierte regulatorische Reaktion während des Wiederholungswahlkampfs. Zudem erfasste es Desinformationsnarrative, die nach Einschätzung staatlicher Behörden ihren Ursprung außerhalb Rumäniens hatten; ODIHR berichtete diese Einschätzung, ohne selbst eine Zuordnung vorzunehmen.
Quellen:1 - Verstöße gegen das VerfahrenBestätigt
ODIHR stellte fest, dass Anforderungen an die Wählbarkeit von Kandidaten, die auf Gerichtsentscheidungen statt auf klaren gesetzlichen Bestimmungen beruhten, die Inklusivität der Kandidatenregistrierung beeinträchtigten.
Quellen:1
Was nicht belegt ist
- Ausländische EinflussnahmeUmstritten
George Simions Anfechtung, die ausländische Einflussnahme und Desinformation in einem Ausmaß geltend machte, das die Stichwahl annullieren sollte, wurde vom Verfassungsgericht einstimmig als unbegründet zurückgewiesen; das Ergebnis wurde bestätigt. Die Zurückweisung belegt, dass die Anfechtung der Annullierung gescheitert ist, nicht dass keine Einflussnahme stattgefunden hat — eine Unterscheidung, die auch der zugehörige Datensatz von 2024 wahrt.
- ErgebnisfälschungWiderlegt
Das Zentrale Wahlbüro veröffentlichte Ergebnisse auf Ebene der Wahllokale, und das Verfassungsgericht bestätigte den Sieger. Der zitierte Datensatz belegt keine veränderten Stimmzettel oder Stimmenzahlen.
Prozessbewertung
Beobachter bewerteten die Wahl als wettbewerbsorientiert und effizient durchgeführt, mit echter politischer Auswahl, wiesen jedoch auf Mängel bei der Wählbarkeit von Kandidaten, der Transparenz, den Medienbedingungen und der Online-Überwachung hin.